Besondere Momente erleben

Sammle Erinnerungen, nicht Dinge.

Reisen zu können ist eine von vielen schönen Möglichkeiten, unvergessliche Momente zu erleben. Ich sage Danke zum wuchtigen Kontinent Südamerika, dass er mir während Wochen und Monaten auf Achse so viele wunderbare Erinnerungen geschenkt hat.

Zum Abschied ein Rückblick:

Ein neues Reiseziel erwartet mich….

Titicacasee: Die schwimmenden Inseln

Ich lasse die Weite des Altiplano hinter mir und mache mich auf in Richtung Süden, genauer gesagt nach Puno. Auf den ersten Blick scheint Puno, abgesehen von einer sehr touristischen Einkaufsmeile, nicht allzu viel zu bieten. Natürlich zieht Puno eine Menge Menschen aus aller Welt an, denn hier im Hafen setzen die Boote über zu den weltbekannten Uros-Inseln und ihren Schilfbewohnern.

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Klassisches Schilfboot am Titicacasee

Die Nächte in Puno sind aufgrund der Höhenlage (3800müM) bitterkalt und jeden Abend schüttet es aufgrund der Lage direkt am Titicacasee wie aus Eimern – so muss eben ein Pizzakarton auf dem Weg zur Unterkunft als Regenschutz umfunktioniert werden: Weiterlesen

Alpakaranch Pacomarca

Ein magischer Ort auf über 4000 Meter Höhe in den Weiten des Altiplano in Peru… Heimat von mehr als 2000 Alpakas…. Ein entferntes Ziel, ohne zu wissen ob man es jemals erreichen wird…Ein abenteuerlicher Weg durch die menschenleere Weite…

Ich wusste von Pacomarca, ich wusste nur nicht wo genau sich Pacomarca befindet – aber ich hatte den Mut, mich auf die Suche zu begeben.

Ich wurde belohnt. Weiterlesen

Pisac

Pisac liegt in nördlicher Richtung etwa eine Stunde von Cusco entfernt und wird von vielen Touristen aus Cusco kommend aufgrund seines bekannten Handwerkmarktes im Zuge eines Tagesausfluges besucht.

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Lebensfreude auf der Straße

Ich mache es anders und verbringe hier einige Tage, ich geniesse die friedliche Stimmung in den Abendstunden, wenn die Touristenbusse längst wieder nach Cusco zurückgekehrt sind… Weiterlesen

Erlebnis Cusco

Cusco nennt sich in der Indiosprache Quechua Qosq`o: Mehr als eine Woche bin ich in dieser alten Incastadt auf über 3000 Metern Seehöhe und nehme in dieser Zeit eindrucksvolle Erlebnisse mit nach Hause.

Welcher Weg mich nach Cusco führt, zeigt der Bericht Huancavelica – Ayacucho – Cusco

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Festival Inti Raymi

Was gibt es also zu erzählen? Als ich hier Gast sein darf ist das weitbekannte Inti Raymi Festival – Das Festival zu Ehren der Sonne – voll im Gange, dies bedeutet im Klartext: Weiterlesen

Huancavelica – Ayacucho – Cusco

Reise mit mir quer über die Anden von Huancavelica nach Cusco. Bitte anschnallen, es wird eine sehr lange und kurvenreiche Fahrt….

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Taxi Collectivo

Hier auf dem Bild sieht man ein ganz typisches Fortbewegungsmittel in Südamerika – ein sogennantes Taxi Collectivo, kurz Collectivo genannt. Es handelt sich dabei um einen kleinen Transporter, der in der Regel erst dann losfährt, wenn alle Plätze besetzt sind. Das Gepäck wird oben am Dach festgezurrt und mit einer Plane abgedeckt. Eine Fahrt im Collectivo ist mitunter nichts für schwache Nerven: Der „Pilot“ reitzt das Gaspedal meist bis zum Äußersten, Umstände wie Kurven, Verkehr oder Wetter spielen dabei kaum eine Rolle  –  frei nach dem Motto „Schnell ans Ziel“. Weiterlesen

Tren Macho: Ein Streifzug über die Anden

6:00 Uhr Morgens, ein klarer Tag bricht an und die Stadt Huancayo reckt noch zaghaft ihre Glieder nach der vergangenen Nacht. Mein Fahrer parkt direkt vor dem Eingang der Bahnstation, nachdem mich mein Vermieter noch etwas verschlafen im Pyjama eine halbe Stunde vorher in dieses Fahrzeug bugstiert hat.

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Der Machozug an seinem Ziel: Huancavelica auf 3675 m

Huancayo – niemals hätte ich einen Fuß in diese so typische peruanische Großstadt der Andenregion gesetzt, wären da nicht ein paar Zeilen in einem vernachlässigten Reiseführer in einer Unterkunft in Ecuador gewesen. Weiterlesen

Ishinca, Teil 2

Nicht genug vom Trekking? Mehr zum Thema im Beitrag Von Schuhen, Kilometern und anderen Kleinigkeiten

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Gletscherlagune und Tocllaraju 6034m

Nach einer kalten Nacht im Refugio erwachen die Lebensgeister erst nach einem herzhaften Frühstück, Will und ich wollen den Tag zum Akklimatisieren nutzen, wir planen einen Aufstieg zur Gletscherlagune auf über 4600m, das Wetter ist herrlich und auch andere Berggeher nutzen die Gelegenheit, um sich ebenfalls der Höhe anzupassen.

Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen: Will informiert sich bei einem einheimischen Guide über die Gipfelbesteigung des Urus 5495m, ich treffe mich mit dem Tschechen vom gestrigen Kennenlernen um die Lage zu sondieren. Am frühen Nachmittag brechen wir zur Lagune auf, dort treffen wir auf Schweizer, die am Tag zuvor den Ishinca Gipfel auf 5530m erreicht haben. Sie versichern uns, dass dies kein einfaches Unterfangen war, der Aufstieg hat länger gedauert als geplant.

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Als wir gemeinsam auf die Lagune blicken, beobachten wir 5 Bergsteiger, die sich auf dem Abstieg zum vorgeschobenen Lager des mächtigen Tocclaraju befinden. Winzigen Ameisen gleich, sehen wir sie hinter einer mächtigen Schneekuppe verschwinden – wie sich später heraustellt, handelt es sich hierbei um eine russische Truppe, von der jedoch nur einer den Gipfel tatsächlich erreichen konnte.

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Solo zurück nach Huaraz:  Abstieg bei Traumwetter

In den Abendstunden ziehen die Wolken zu und es beginnt heftiger Regen – der bei Abfall der Temperatur in der Nacht schnell in Schneefall übergehen kann.

Ich entschließe mich mangels technischer Ausrüstung auf einen Gipfelversuch zu verzichten und am folgenden Tag nach Huaraz zurückzukehren, Will hingegen bricht in der tiefschwarzen Nacht zum Gipfel des Urus auf….

Als ich am nächsten Morgen alleine vom Refugio absteige ist der Himmel vollkommen klar und ich genieße die landschaftlichen Impressionen, die mich umgeben. Unten am verabredeten Treffpunkt hocke ich mich auf meinen Rucksack und warte auf meinen Fahrer – ich muss schmunzeln, als ich sein klappriges Gefährt kurze Zeit später um die Kurve weiter unten biegen sehe, gewisse Dinge in Südamerika funktionieren einfach immer, ohne zu wissen warum.

Als ich Will einen Tag später in Huaraz wiedersehe, freut es mich umso mehr zu erfahren, dass er ohne Schwierigkeiten den Gipfel erreichen konnte. Wir wünschen uns zum Abschied alles Gute, denn unsere Wege werden sich schon morgen wieder trennen….

Mehr über den Start dieser Bergtour Ishinca, Teil 1

Ishinca, Teil 1

Seit einigen Tagen bin ich bereits in Huaraz, als ich Will treffe – wie sich herausstellt, ist der US-Kamerad bereits seit drei Wochen in der Stadt und mein bis dahin unbekannter Nachbar – er füllt die Zeit zwischen seinen Arbeitseinsätzen mit Bergsteigen in der Cordillera. Wir verabreden uns zum gemeinsamen Aufstieg zum Ishinca Refugio auf 4350m Höhe. Will möchte unbedingt einen Gipfel versuchen, ich hingegen bin noch unschlüssig: Meine Kondition und meine Höhenanpassung stimmt zwar, jedoch bin ich für einen Gipfelanstieg nicht gut genug ausgerüstet.

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Wo geht`s hier zum Basecamp?

Ich dränge auf einen Start sehr früh am nächsten Morgen, lasse mich allerdings dazu überreden erst einige Zeit später als geplant zu starten – ein Fehler, den wir anschließend bemerken werden… Weiterlesen

Huaraz, Herz der Cordillera

Huaraz in Peru: Bergsteigermekka, Touristen Hot-Spot und Nationenschmelztiegel

Im Juni, Juli und August platzt Huaraz, die Hauptstadt der Andenregion Ancash, aus allen Nähten – die Trekkingsaison ist auf dem Höhepunkt und Semana de Andinismo lockt noch einmal zusätzlich tausende Bergsteiger in die über 3000m hoch gelegene Stadt. Etliche Berge der Cordillera Blanca sind gut von Huaraz aus zu sehen, die Reihe an imposanten Gipfeln in diesem Gebirgszug ist einzigartig. Der höchste Berg von Peru ist ebenso in der Cordillera beheimatet – der mächtige Huascaran mit 6768m. Sehenswert.