Von Schuhen, Kilometern und anderen Kleinigkeiten

Es geht also auf Weltreise….ich habe mir regelrecht den Kopf darüber zerbrochen, welche Schuhe ich denn nun mitnehmen soll auf meine Reise. Es ist komplizierter als gedacht, und das nicht nur, weil ich einfach zu viele Schuhe im Schrank habe…

Ich wusste, ich werde unheimlich viele Kilometer zu Fuß laufen – die Schuhe müssen also etwas aushalten können. Andererseits habe ich im Rucksack nur begrenzt Platz und ich muss die Schuhe, die ich nicht an den Füßen habe auch tragen können. Und überhaupt sollen die Schuhe möglichst für jedes Terrain passen. Mir war von Anfang an klar, dass ich gute Lederschuhe mitnehmen will – ich habe mir sogar ein neues Paar Lederstiefel zugelegt, bin Probegelaufen nur um schließlich festzustellen: Diese Schuhe sind es nicht.

image-2017-09-16-1Ich habe mich schließlich entschieden und diese Entscheidung sieht so aus:

  1. Crocs (leicht, super für Duschgelegenheiten, gut abwaschbar, trocknen schnell)
  2. Ultraleicht- Turnschuhe (gut verstaubar im Rucksack, ideal für Märkte usw.)
  3. Die guten alten eingelaufenen Lederschuhe (der Allrounder schlechthin)

Ja und es waren tatsächlich nur diese drei Paar Schuhe, wobei ich gar nicht sagen kann welche Schuhe ich am häufigsten getragen habe. Ich schätze, ich habe sicher zwischen 1500 bis 2000 km zu Fuß zurückgelegt – und das nicht etwa weil ich lange Distanzen gegangen wäre, es ist einfach nur die Summe aus Berg-/Trekkingtouren, Ausflüge, Märkte, Sehenswürdigkeiten, Stadtbesichtigungen, Verbindungsmärsche usw. Man sieht, es kommt schon einiges zusammen über die Monate.

Meine Schuhe haben allerdings auch Federn gelassen: Gleich nach dem ersten Monat haben meine Lederschuhe beim Trekking in der Cordillera Blanca in Peru den Geist aufgegeben. Sprichwörtlich.

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Nichts mehr zu machen

Die Sohle ist mir weggebröselt, der Gummi war wohl schon vor meiner Abreise porös, ohne dass ich es bemerkt habe. Das Ganze war insofern fatal, weil kein Schuster in ganz Huaraz in der Lage war, mir meinen Schuh zu reparieren. Neue Schuhe wollte ich nicht, weil ohne Einlaufen Blasen vorprogrammiert sind. Ich habe eine Autowerkstatt  aufgesucht und den Besitzer gefragt, ob ich mir ein paar Gummiteile vom Boden mitnehmen darf. So habe ich in Eigenregie mit Kraftkleber, den mir ein Typ in einem Handwerksladen empfohlen hat, zusammen mit Skintape und Isolierband meinen Schuh notdürftig wieder zusammengeflickt.

So ganz überzeugt war ich von meiner Bastelei allerdings nicht, denn ich wusste, dass der Schuh noch mindestens zwei Monate halten muss. Doch siehe da: Mit immer mal wieder Nachkleben hat es mein Schuh tatsächlich über die lange Distanz geschafft, da bin ich heute noch stolz darauf. Nur ganz zum Schluss bei der Heimreise war der Schuh schon so dermaßen kaputt, dass sogar der Beamte bei der Gepäckkontrolle am Rötgengerät mich auf die Kleberei angesprochen und nur noch gestaunt hat – und ich war der Meinung, dass mir Drogenschmuggel im Schuh unterstellt wird….aber das ist eine andere Geschichte.

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