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Reise / Inspiration / Design

Konstruiert als Reiseblog, mit Gedanken zum Aufbrechen, Reisen und zu Hause sein. Weg sein und Heimat spüren – authentisch & unverstellt.

Plattform mit kreativem Fokus. Wort & Bildsprache im Einklang.

Der Weg nach Mogador

Salziger Geruch liegt in der Luft. Die weißen Mauern rund um die Altstadt und die blauen Fensterläden erinnern an portugisisches Flair. Kein Wunder, ich befinde mich in Essaouria an der Westküste Marokkos – der portugisische Name für dieses Städtchen lautet Mogador. Mein Weg nach Mogador ist schlicht: Ich nehme in Marrakech den erstbesten Bus, ein sehr in die Jahre gekommenes Gefährt, den außer mir nur Einheimische nutzen. Ich fühle mich dennoch nicht fremd…

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Ich plane eine Besichtigung von Mogador abseits der touristischen Straßen und bin überrascht: Nur zwei, drei Straßenquerungen hinter dem Trubel offenbahrt sich mir eine schaurig schöne Ästhetik des Zerfalls. Die Küstenluft und der Wind in Mogador nagen an der Substanz der alten Mauern, die ohne Restaurierung zum Verfall verurteilt sind. Dieser Anblick lässt mich lange innehalten.

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Das Leben hier scheint sehr entspannt zu sein, viele Künstler haben sich in Mogador niedergelassen. Diese Entspanntheit spürt man nahezu in jedem Winkel von Essaouira (sprich: As Sawira), kombiniert mit einer puren Lebensfreude ergibt dies einen sehr lebendigen Ort, an dem man gerne länger bleiben möchte. Das Bild zeigt einen Teil der alten Bastionsmauer.

Beim Spaziergang durch die engen Gassen finden sich immer wieder wunderbare Plätze zum Verweilen und beim Betrachten der alten Fassaden fühlt man sich mehr als einmal um mehrere hundert Jahre zurückversetzt…es muss auch früher so gewesen sein, als die Portugiesen hier ihre Schiffe im Hafen geankert haben.

Ich gönne mir eine kurze Pause mit Minztee und der Hafen kommt mir dabei in den Sinn. Schon mache ich mich auf den Weg…

Magisches Marrakech – Souk

Marrakech, das pulsierende Zentrum Marokkos ist ein Anziehungspunkt für Menschen aus Nah und Fern. Kein Wunder, die knapp 1 Million Einwohner zählende Stadt ist von der Größe her überschaubar und orientiert sich in der Neustadt nach Europäischem Standard. Doch deswegen strömen die Besucher nicht hierher, es ist die Altstadt, Medina genannt, deren Charme sich kaum jemand entziehen kann…

Die engen roten Gassen faszinieren ebenso wie die rege Betriebsamkeit im Souk, nur vormittags und am Freitag ist es in den Marktgassen so entspannt, dass man in Ruhe flanieren kann. In den späten Nachmittagsstunden quillt der Markt über vor Menschen und jeder scheint vor Sonnenuntergang noch schnell etwas besorgen zu wollen.

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Spiegel für jeden Geschmack

Das Warenangebot ist reichlich – und nicht immer günstig ob der vielen Touristen, kluges Verhandlungsgeschick ist hier empfehlenswert. Weiterlesen

Marokkanischer Genuss Teil 2

Garküchen

Kulinarischer Genuss auf der Straße: Es gibt kaum einen stimmungsvolleren Ort zu speisen als bei den unzähligen offenen Garküchen in den späten Abendstunden am Djemaa el Fna, dem Gauklerplatz im Herzen der Medina in Marrakech.

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Offene Garküche

Die Atmosphäre erinnert an ein Volksfest: Lichterketten wohin man schaut und eine einzigartige Geräuschkulisse vermischen sich mit der Menschenmenge…

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Fladenbrot für jeden Gast

Abend für Abend werden die Garküchen von Neuem aufgebaut und die Mitarbeiter werben lautstark um jeden potenziellen Gast. Die Auswahl an Gerichten ist vielfältig und reicht von Fisch, Garnelen, Calamaris, Brochettes (kleinen Fleischspießchen), scharfen Lammwürstchen bis hin zu Kefta (Hackfleischbällchen). Als Beilagen wählt der Gast zwischen Kartoffeln, verschiedenen Gemüsesorten oder typischem Couscous (Weizengries). Abgerundet wird das Menü mit Fladenbrot, marinierten Oliven und dem obligatorischen Minztee zum Abschluss. Hier nicht satt zu werden ist so gut wie ausgeschlossen. Weiterlesen

Marokkanischer Genuss Teil 1

Die Küche Marokkos ist unheimlich spannend und kreativ. Kulinarischer Genuss in seiner Schlichtheit ist ebenso ein Erlebnis für die Sinne wie die gehobene Küche in ausgewählten Restaurants.

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Minztee

Minztee ist ein obligatorischer Begleiter im marokkanischen Alltag, unabhängig von der Umgebungstemperatur. Selbst bei 30°Celsius im Schatten wird der Tee aus großer Höhe mit Präzision in das schmale Teegefäß über die frischen Minzblätter gegossen und dem Gast angeboten. Erstaunlich, kein einziger Tropfen wird dabei verschüttet: Für den Körper ist die heiße Flüssigkeit bei Hitze leichter zu bewältigen als eine Erfrischung aus dem Eisschrank. Das Aroma entfaltet sich erst nach einigen Minuten, je länger er jedoch zieht, desto mehr Bitterstoffe werden freigesetzt. Aus diesem Grund werden zum Tee sehr viele Zuckerwürfel gereicht, zu bitter ist vielleicht nicht ganz der Geschmack eines Europäers.

Fisch und Meeresfrüchte sind Dank des ausgedehnten Küstenstreifens nahezu überall in Marokko erhältlich,  im Regelfall in sehr guter und frischer Qualität. Natürlich ist es zu bevorzugen, Fisch und andere Delikatessen aus dem Meer direkt an der Küste zu konsumieren. Direkt am Hafen finden sich meist unzählige Fischrestaurants, denn nirgends ist der Weg vom Boot auf den Teller kürzer als hier. Im Regelfall kann man sich als Konsument den frischen Fisch aussuchen und er wird dann direkt vor den eigenen Augen zubereitet. Aber auch in den umliegenden Restaurants gibt es Fischgerichte von einer Güte, die kaum zu überbieten ist. Das gezeigte Menü besteht aus einem Wolfsbarschfilet (sea bass) mit Meeresfrüchterisotto, Avocadomus, Gemüserolle und Olivenvariation in hell/dunkel.

Der zweite Teil dieser Serie widmet sich klassischem Streetfood und typischen marokkanischen Spezialitäten, zubereitet von einer ausgezeichneten einheimischen Köchin…mehr dazu in Kürze.

Route Marokko

Marokko. Ein Land der Träume. Vielfältig. Abwechslungsreich. Ein Hauch Orient.

Es ist Ramadan. Ich plane meine Route alleine als Frau. Eine intensive Reise in einer intensiven Zeit. Besondere Begegnungen unterwegs prägen meinen Weg durch das Land. Großzügige Gastfreundschaft und lebendige Gespräche ergeben sich…

image-2018-06-07Marrakech – Essaouira – Taroudannt – Ait-Ban-Haddou – Telouet – Tizi-n-Tichka – Marrakech

Besondere Momente erleben

Sammle Erinnerungen, nicht Dinge.

Reisen zu können ist eine von vielen schönen Möglichkeiten, unvergessliche Momente zu erleben. Ich sage Danke zum wuchtigen Kontinent Südamerika, dass er mir während Wochen und Monaten auf Achse so viele wunderbare Erinnerungen geschenkt hat.

Zum Abschied ein Rückblick:

Ein neues Reiseziel erwartet mich….

boleto a Bolivia

Bolivien: Ein herrliches Land mit einer ergreifenden Landschaft und tollen Menschen. Hier hatte ich besonders schöne Erlebnisse, zu viele um sie auszuführen.

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Neue Erfahrungen einläuten

Einige Eindrücke aus diesem Land:

Copacabana: Dieser kleine Ort direkt am Titicacasee gleich hinter der Grenze von Peru ist zwar sehr touristisch, aber wunderschön. Der Name des Ortes ist kein Zufall. Trucha-Essen an der Seepromenade, einer Aymara-Unterhaltung lauschen und den wohl spektakulärsten Sonnenuntergang hoch oben am Cerro Calvario mit Blick auf den Titicacasee erleben…

LaPaz: Chaos-City mit Gangster-Charme. Die Fahrt mit der neuen Teleferico Seilbahn offenbahrt einen grandiosen Ausblick über die ganze Stadt. Weiterlesen

Hausregeln

image-2018-04-08-8Reisen und Sprichwörter gehen Hand in Hand….jüngst kam mir der Gedanke, dass sie immer dann auftauchen wenn sich ein Reisender unbewusst nach einem neuen Input umsieht.

Im Regelfall handelt es sich in einem solchen Moment um ein Sprichwort, dass genau zur Situation passt, ohne dass man sich dies erklären kann….

Aber auch in der Heimat gibt es sie: Die zahlreichen kleinen Hinweise, Denkanstöße für ein bewussteres, offeneres Leben. Schön, dass diese Denkanstöße uns immer wieder finden!