Pisac

Pisac liegt in nördlicher Richtung etwa eine Stunde von Cusco entfernt und wird von vielen Touristen aus Cusco kommend aufgrund seines bekannten Handwerkmarktes im Zuge eines Tagesausfluges besucht.

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Lebensfreude auf der Straße

Ich mache es anders und verbringe hier einige Tage, ich geniesse die friedliche Stimmung in den Abendstunden, wenn die Touristenbusse längst wieder nach Cusco zurückgekehrt sind…

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Bunte Parade

Auf den Straßen herrscht untertags rege Betriebsamkeit, jeder Händler versucht den herbeiströmenden Touristen seine Waren zu verkaufen und es scheint, als gäbe es hier jeden Tag etwas zu feiern. Diese Fröhlichkeit ist ansteckend, ich teile mit unbefangenen Indiokindern meinen Fruchtsaft und werde im Gegenzug von ihnen zum Legospiel eingeteilt… Ich bin aber auch aus einem anderen Grund hier: Die Inca Ruinen von Pisac, die steil hangaufwärts liegen, haben mein Interesse geweckt.  Man braucht allerdings genügend Zeit und Ausdauer für eine Besichtigung.

Inca Ruinen in Pisac

Um rund 70 Soles kaufe ich einen Pass für die Ruinen, ein Bruchteil des Eintrittspreises für Machu Picchu – und kann mit diesem Pass sogar noch eine weitere Incastätte im Umkreis besuchen. Hier im Tal der Incas gibt es zahlreiche Ausgrabungstätten, jedoch ist Machu Picchu die bekannteste und die am häufigsten besuchte. Bei täglich 2500 Besuchern in der Hauptreisezeit ist Macchu Picchu ein leider sehr gefährdetes Unesco-Weltkulturerbe, daran denkt jedoch kaum ein Tourist. Aus diesem Grund verzichte ich trotz der Faszination auf einen Besuch in Machu Picchu und sehe mir stattdessen den „kleinen Cousin von Machu Picchu“ – wie ich die Ruinenstadt in Pisac liebevoll nenne – an und stelle fest, dass das Hauptplateu mit etwas Fantasie fast genauso aussieht wie das große Vorbild.

Es kostet mich rund zwei Stunden und eine ordentliche Portion Schweiß um den steilen Berg hinaufzusteigen, um von dort einen atemberaubenden Ausblick über das Tal und die Ausgrabungen zu erhalten.

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Blick von den Ruinen hinunter nach Pisac. Die gelben Felder im Bild….

Die Mühe lohnt sich: Das Areal ist riesig und ich begegne nur einigen wenigen anderen Touristen, die sich ebenfalls abseits vom Trubel halten – die Ruinen liegen mir sozusagen fast unberührt zu Füßen.

Man kann sich hier ohne Guide frei bewegen –  wenngleich zwei oder drei Patrolleure den respektvollen Besuch dieses heiligen Ortes überwachen. Sie sind allerdings sehr entspannt und geben auf Nachfrage auch gerne Auskunft, was den Besuch noch zusätzlich aufwertet…

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…sind bei näherer Betrachtung Maiskolben!

Zurück im Tal lasse ich den schönen Tag noch einmal bei einer guten Tasse Tee Revue passieren und freue mich schon auf meine nächsten spannenden Eindrücke hier in Peru.

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