Pachamama – Die Mutter Erde

Der Begriff Pachamama (in der indigenen Sprache Quechua: „Mutter Welt/Kosmos“), also die Mutter Erde, ist in Südamerika jedem bekannt. Die Mutter Erde erhält und nährt laut dem Glauben daran alles Leben auf der Erde und vermittelt zwischen Ober- und Unterwelt.

Die Verehrung von Pachamama geht z.B. in Ecuador so weit, das dieses Grundprinzip sogar in die neue Verfassung aufgenommen wurde. Es gibt kein konkretes Abbild von Pachamama, Opfergaben an die Mutter Erde findet man allerdings häufig an Felsen oder Steinen, da diesen magische Kräfte zugesprochen werden.

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Vikunja in Stein gemeisselt

Vikunjas – also wildlebende Kameliden, wie man sie zum Beispiel am Fuße des Chimborazo in Ecuador beobachten kann – brauchen keinen Hirten, denn die Mutter Erde lenkt und nährt sie, so heisst es. Ein wirklich schöner Gedanke.

Ebenso verhält es sich mit den Guanakos, der wildlebenden Stammform der Lamas, sie sind allerdings sehr selten geworden, sodass man sie in freier Wildbahn kaum noch zu Gesicht bekommt. Im Unterschied zu den Vikunjas, die einmal im Jahr eingefangen und ob ihrer wertvollen Wolle geschoren werden, lässt man Guanakos in Ruhe und kümmert sich auch daher nicht weiter um ihren Bestand – man überlässt sie einfach Pachamama, der Mutter Erde.

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